„Forthright Stronger than a weapon“:  Rapkultur auf der ganzen Welt

Als Fan der unverblümten Wortkunst Rap, reiste der Essener Fotograf Sascha Kraus  über 6 Jahre durch 13 Länder und Krisenregionen dieser Welt und porträtierte 43 Rap-Künstler unterschiedlichster Kulturen, die ihre Stimme gegen Ungerechtigkeiten erheben.  Das Buch „Forthright – Stronger than a weapon“ passt mit seinen guten vier Kilogramm und über 444 Seiten gerade so in ein handelsübliches Ikea Regal. Sascha Kraus stellt in diesem umfangreichen Bildband HipHop- und Rap-Künstler*innen aus der ganzen Welt vor und lässt sie selbst ihre Geschichte und die Geschichte ihrer Musik erzählen. Auch die Begründer des Hip-Hops, der von der New Yorker Bronx seinen Siegeszug um die Welt nahm, kommen im Foto-Text-Album zu Wort.

Die Idee entstand 2010 bei einer Reise im Kambodscha. Damals traf er Streetart-Künstler und Rapper, die sich mit ihrer Kunst für mehr Menschenrechte eingesetzt haben“, erinnert sich der 39-Jährige, der mit seiner Familie im Südviertel lebt. Der Mut, besonders aber die Art und Weise, wie der Widerstand auf die Straße gebracht wurde, beeindruckten den musikbegeisterten Fotografen derart, dass er sich weltweit auf die Suche nach Rappern machte, die wirklich etwas zu sagen haben.

Ob im Senegal oder Süd-Sudan, in Burma oder Brasilien – er lernte Künstler kennen, die in ihren Reimen soziale Ungerechtigkeiten kritisieren und sich für eine Verbesserung der Verhältnisse stark machen.

Ab 27.Juli. 2018 ist eine Auswahl aus dem „Forthright“-Projekt in der VAZ Braunau  zu sehen. „Sascha hat so viel Zeit und Herzblut in sein Projekt gesteckt – das hat mich beeindruckt“, erklärt der Veranstalter NGoma MBodji seine Motivation. Und die Themen der Rapper seien aktueller denn je. Die Aufnahmen von Kraus wollte der Veranstalter unbedingt zeigen.